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Entwicklung von Hüngert II macht Fortschritte
Für Ikea wird der Plan geändert
ngz-online.de
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Variante 7: Die von der Verwaltung favorisierte Lösung |
Der Planungsaussschuss stellte in seiner jüngsten Sitzung die Weichen für eine Verlagerung des schwedischen Möbelhauses ins Gewerbegebiet Hüngert II.
Der fünfstündige Beratungsmarathon im Planungsausschuss hat das Projekt "Verlagerung Ikea" ein gutes Stück vorangebracht. Der Ausschuss fasste die Aufstellungsbeschlüsse für die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans und für den Bebauungsplan. Vertreter des schwedischen Möbelhauses zeigten sich erleichtert und erläuterten die Notwendigkeit der Verlagerung.
Eine Entscheidung für eine bestimmte Verkehrsführung zur optimalen Anbindung des Gewerbegebietes Kaarster Kreuz/Hüngert wurde noch nicht gefällt. Favorisiert wird jedoch die Variante 7. Hierbei wird die Gümpgesbrücke bestehen bleiben. Beide beauftragten Büros für Verkehrsplanung, Runge und Küchler aus Düsseldorf sowie das Büro PTV hatten diese Variante empfohlen. Auf der Basis der jetzt getroffenen Vorentscheidung sollen ergänzend bestimmte Untersuchungen nachgeholt werden.
Lars Christoph (CDU) interessiert, wie sich die besonderen Belastungen freitags und samstags verkehrlich auswirken. Thorsten Schmitter (CDU) möchte wissen, wie die Verkehre an der Gustav-Heinemann-Straße beeinflusst werden. Horst Blechschmidt (FDP) beklagt, dass künftig, aus Holzbüttgen kommend, an der Gümpgesbrücke nicht mehr links abgebogen werden kann. Und er gab zu, dass er Ikea lieber im Kaarster Norden, direkt jenseits der A 52, angesiedelt hätte.
Vertagt wurde eine Entscheidung über einen Rahmenplan für das Gewerbegebiet Kaarster Kreuz/Hüngert. Franjo Rademacher hatte einen Forderungskatalog mit sieben Punkten aufgestellt. Es dürfe auf keinen Fall ein fertiges Konzept aus der Schublade irgendeines Planungsbüros umgesetzt werden. Er wünscht sich eine ebenso individuelle wie anspruchsvolle Planung.
Diese Forderungen waren auch im Dialog mit Repräsentanten von Ikea ein Thema: Personalleiterin Sabine Quentin machte noch einmal deutlich, wo der Schuh am bestehenden Standort drückt: Zu kleines Sortiment, Warenausgabe und Lager 300 Meter entfernt, nicht sehr energieeffiziente Gebäude. Ikea-Projektentwickler Frank Stubenrauch erklärte, dass sein Unternehmen rund 120.000 Quadratmeter Grundfläche erwerben möchte. Für die Parkplätze gebe es noch keine Detailplanung.
Franjo Rademacher hatte angeregt, über ein Parkhaus nachzudenken im Sinne eines reduzierten Flächenverbrauchs. Hans-Joachim Bruschke, bei Ikea Leiter der Projektentwicklung, geht nicht davon aus, dass in Holzbüttgen ein Parkhaus gebaut wird: "Das wäre aus wirtschaftlichen Gründen nicht zu vertreten." Auch mit einer kompletten Eingrünung sei nicht zu rechnen: "Der Kunde soll uns schon von weitem erkennen."
UWG und Grüne hätten die Entscheidung über den Aufstellungsbeschluss des Bebauungplans gern vertagt angesichts der Bürgerversammlung am kommenden Donnerstag um 19 Uhr im Albert-Einstein-Forum. Dafür gab es aber keine Mehrheit. "Es geht hier nur um eine Grundsatzentscheidung, nicht um Details", erklärte der Ausschussvorsitzende Marcel Vossschulte (CDU). Man solle nicht den Eindruck erwecken, dass die Verlagerung von Ikea infrage gestellt werde könne.
20.06.2010 |

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