CDU: Geschichte des jüdischen Lebens in Kaarst während der Zeit des Nationalsozialismus aufarbeiten!

Die CDU setzt durch einen entsprechenden Antrag jetzt ein schwieriges Thema auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Kulturausschusses: die Aufarbeitung der Geschichte des jüdischen Lebens in Kaarst während der Zeit des Nationalsozialismus soll angegangen werden.

„Aufgrund des Besuches von Frau Charlotte Knobloch bei unserem Neujahrsempfang wurde von Seiten der Jungen Union und der CDU im Stadtarchiv nachgefragt, wie es sich in Bezug auf jüdisches Leben in der Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1933-1945 verhalten hat. Leider liegt nur eine sehr oberflächliche Betrachtung dieser Zeit dem Kaarster Archiv vor“, erläutert CDU-Partei- und Fraktionschef Lars Christoph den Anstoß für den jetzigen Antrag. 

Gerade bei der Jungen Union sorgte dieser Befund für weiteres Nachdenken. „Im letzten Jahr gedachte die Bundesrepublik Deutschland 100 Jahre Ende des ersten Weltkriegs, so werden wir auch in den nächsten Jahren bzw. Jahrzehnten auch das Ende der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten in diversen Gedenktagen begehen. Gerade auch im Hinblick auf den eigenen Anspruch der Kaarster Stadtgeschichte ist es dringend geboten dieses Feld aktiv und intensiv zu erforschen“, erklärt Sven Ladeck, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Mitglied des Vorstandes der Jungen Union. Erkundigungen bei den Nachbarstädten hätten gezeigt, dass etwa Korschenbroich dieses Thema mit Hilfe einer temporären Kraft in Angriff genommen hätten. Bedeutsam sei zudem, dass es aktuell noch einige Zeitzeugen in Kaarst gäbe, die diese Zeit aktiv miterlebt haben. „Dieses Potential sollten wir bei der Aufarbeitung unbedingt nutzen“, meint Sven Ladeck. Eine geschichtliche Aufarbeitung sei auch notwendige Voraussetzung dafür, möglicherweise – wie in vielen anderen Kommunen bereits erfolgt – auch im Kaarster Stadtgebiet Stolpersteine zu verlegen. 

Konkret beantragt die CDU, dass die Verwaltung dem Kulturausschuss einen Vorschlag unterbreiten soll, wie diese Aufarbeitung erfolgen könnte. „Hierbei ist zu berücksichtigen, dass es bereits einige Initiativen, etwa aus dem Bereich der Schulen und der Bruderschaften in diese Richtung gibt. Diese Initiativen möchten wir daher in die anzustellenden Überlegungen einbezogen wissen“, erläutert Sven Ladeck weiter. Die Union beantragt zudem, dass die Verwaltung ihren Vorschlag mit einer Kostenschätzung versieht, damit die für eine Aufarbeitung ggf. notwendig werdenden Mittel in den kommenden Haushaltsberatungen bereitgestellt werden können.

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